Homelife versus Vanlife – Resumè der reisefreien Wochen

Lang war es nun sehr still hier auf unserem Blog.

Es gibt immer wieder Zeiten, in denen „passiert“ einfach ein Social Media Urlaub. Da kann man sich noch so sehr dazu aufraffen wollen einen neuen Post zu machen, dass Lieblingsvideo hochzuladen oder einen Reisebericht zu schreiben.

In den letzten Wochen konnten wir unsere Reise Revuè passieren lassen und nach und nach feststellen, wie unsere Gedanken immer wieder die gemeinsame Zeit an der Ostsee umkreisten.

Gestern Abend saßen wir drei beim gemeinsamen Abendessen und haben uns darüber unterhalten, inwiefern sich das Vanlife in Broady von unseren Gewohnheiten in der Wohnung unterscheidet.

 

Abendroutine und „the morning after“


Vanlife

Niemals hätten wir gedacht das sich unsere Leben in diesem Punkt doch so sehr voneinander unterscheiden.

Egal ob wir noch unterwegs waren, oder den Tag an einem Ort genossen haben: Gegen 22:00 Uhr wurden wir müde. Das Bett wurde gerichtet, die Zahnbürste ausgepackt – es wurde im Allgemeinen viel ruhiger um uns herum. Kira hat am frühen Abend ihr Abendessen genossen, wir aßen wenn der Hunger sich gemeldet hat und vor dem Bettumbau gab es noch einen Abendspaziergang. Selten ging bei uns nach 23:00 Uhr das Licht aus – alles passierte ganz automatisch – im Rythmus der Natur.

In der Früh gegen 08:00 Uhr wurden wir dann durch die Freunde der Natur geweckt. Vögel, Hähne das Meeresrauschen – oder Kira!

Leute – ganz unter uns: Dieser Rythmus ist einfach traumhaft. Vor allem hat es sich entwickelt ohne einen nervigen Handywecker, der uns morgens aus dem Bett schmeißt, oder der zeitlich verplfichtende Gedanke an den nächsten Morgen der uns am Abend ins Bett zwingt.

Last but not least:

Es gab viel weniger Beziehungsprobleme! Dadurch, dass es kaum mediale Einflüsse gab, wir keine getrennten Räume haben ( abgesehen von „auf der Dachterasse“ oder „im Auto“) und sich unsere Rythmen irgendwie aufeinander abgestimmt haben hatten wir unfassbar harmonische Einschlaf – und Aufwachmomente miteinander.

Homelife

Langes Wachbleiben, der Abend zieht sich bis nach 24:00 Uhr… gegessen wird schwer und spät, man setzt sich einfach fest. Man hat ja so vieles, dass einen beschäftigt.

Morgen um 10:00 Uhr öffnet man schwerfällig die Augen, streckt sich und möchte am liebsten nochmal im Land der Träume versinken…

Wir sind froh wenn es endlich wieder auf Reisen geht!

 

Mutter Natur


Vanlife

Draußen wachwerden, spazieren gehen, frühstücken, sitzen, schwimmen, Kräuter suchen, mit dem Hund spielen, einkaufen, die Umgebung entdecken, Tiere beobachten, draußen duschen, mit offener Tür einschlafen…

Während der Reise sind wir quasi ausschließlich in der Natur.

Und das tut sowas von gut! Man fühlt sich viel wacher, frischer, lebendiger – vielnäher am Leben!

Homelife

Man wacht morgens auf, den Raumduft der Nacht in der Nase, Haustür geschlossen und die Fenster erlauben einem nur einen kleinen Blick hinaus. Man wandelt, abgesehen vom Morgenspaziergang in der Wohnung umher, abgeschirmt von dem was sich vor der Tür abspielt.

Irgendwie setzt man sich auch hier wieder fest, kommt immer seltener auf die Idee mal den ganzen Tag outdoor zu sein…

Ich muss sagen, dass es schon ein wunderschönes Gefühl ist, zu wissen, dass man quasi mit seiner Wohnung draußen in der Natur steht, und weiß, dass egal was man für ein Wehwechen hat, einfach kurz ins Auto steigen kann.

Die Vorbereitungen die getroffen werden müssen, wenn man aus der Wohnung einen Ausflug unternehmen möchte sind im Vergleich dazu nervtötend.

Es ist so schön, das „in der Natur sein“, als alltägliche Gegebenheit sehen zu können und nicht gestresst darauf hin planen zu müssen.


 

Es gibt so viele Dinge, die einem auffallen, die sich ändern oder man durchaus mehr wertzuschätzen weiß.

Wir sind unfassbar gespannt, welche Erfahrungen wir nach dem zweiten Teil unserer Reise mit euch teilen können!

 

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Ostseecamping Rerik – Wo Vergangenes die Gegenwart umarmt

Kurz bevor uns unsere Reise auf die Insel Poel führte, haben wir das kleine Örtchen Rerik entdeckt. Mal wieder waren wir relativ spät dran mit der Suche nach einem geeigneten Stellplatz für die Nacht und außerdem war die erste Begegnung mit der Waschmaschine schon längst überfällig – also sollte ein Camping – bzw. Stellplatz Ziel unserer Recherche sein!

Somit fragten wir das World Wide Web nach einem Campingplatz auf unserem Weg Richtung Poel, stießen auf das Campingpark Ostseebad Rerik und waren uns aufgrund der schönen Lage und der roadtripfreundlichen Preise sehr schnell einig, dass wir uns den Platz mal anschauen.

Zum Platz selbst:

Wir haben uns direkt wohlgefühlt. Grob aufgeteilt wird der Platz für Wohnmobile und Wohnwagen, damit nicht alles kreuz und quer durcheinander steht. Wir standen fast alleine an einem Platz nahe der Straße und bekamen erst am Wochenende Nachbarn.

Die einzelnen „Parkingslots“ sind mithilfe von Hecken voneinander getrennt – schön naturbelassen – und jeder hat ein kleines Stück Privatsphäre für sich 🙂

Vorne an der Rezeption gibt es eine kleine Veranstaltungslocation mit Sitzmöglichkeiten, Grillplatz, einem kleinen „Kino“ und einem Konsum sowie Restaurant.

Was wir  persönlich ganz toll finden ist, dass hier sogar Yogakurse und Wellnessabende angeboten werden. Eine Sauna ist ebenfalls vorhanden. Alles mit Voranmeldung, im kleinen Kreis – Genuss pur.

Kosten:

Vollkommen okay! Wir haben für 3 Nächte inkl Duschen und 2x Wäsche waschen und trocknen 50€ bezahlt.

Dazu müssen wir natürlich sagen, dass wir in der Nebensaison da waren! Ich glaube es gibt kaum einen Campingplatz der in der Hauptsaison für Roadtripper erschwinglich ist – aber dieser hier ist in der Nebensaison mit dem was er bietet einfach unschlagbar!

Sanitäranlagen:

WOW! Ich glaube wir haben uns in einer Sanitäranlage noch nie so wohl gefühlt wie hier^^

Von musikalischer Untermalung bishin zu künstlerisch gestalteten Wänden fühlt man sich hier richtig wohl. Die, voneinander getrennten, Dusch und WC Bereiche sind äußerst großzügig gestaltet und werden mehrmals täglich gereinigt.

Einen seperaten Trakt für Abwasch und Waschmaschinen gibt es direkt nebenan.

Lage:

Der Campingpark Ostseebad Rerik liegt nur 10 gemütliche Gehminuten vom Strand entfernt.

Bis zum Hafen kann man entweder entspannt am Strand entlang oder durch einen wunderschönen Wald am Rande der Klippe für ca 20 Minuten.

Ganz in der Nähe trifft, wie oben beschrieben das Vergangene auf die Gegenwart: Die geheimnisvolle Halbinsel Wustrow. Uns kribbelte es förmlich in den Füßen diese faszinierende Halbinsel zu entdecken, aber leider ist genau dies nicht mehr möglich.

Zu dieser Insel gibt es einige schöne Artikel die kurz und knapp erklären, was es mit der Insel auf sich hat. Schaut doch zum Beispiel mal hier vorbei um etwas mehr zu erfahren. Nachdem wir diesen kurzen Artikel gelesen haben wollten wir uns diesen Ort nur noch umso mehr anschauen… doch der Eingang wird natürlich bewacht und ist munitionsbelastetes Sperrgebiet.

Leider haben wir das alles erst auf unserem Abreiseweg entdeckt und hatten keine Zeit mehr mal von allen Seiten zu schauen ob man nicht ein Blick auf die verlassenen und mehr als hundert Ein-  und Mehrfamilienhäuser, Kaufhaus -, Krankenhaus-, Kino- und Schwimmhallengebäude werfe kann

Aber verschoben ist nicht aufgehoben – bald werden wir uns noch einmal in Richtung Rerik und Halbinsel Wustrow bewegen, da unser Entdeckerinstinkt dann doch einfach zu groß ist!
Fazit:
Ein Besuch auf dem Campingplatz in Rerik lohnt sich auf alle Fälle. Das Personal ist nett, die Anlage sauber und einladend, die Preise sind vertretbar und das Ostseebad an sich ist wunderschön.
Wir werden wie gesagt noch einmal dort vorbeifahren.
Das Highlight:
In Rerik findet sogar jährlich ein kleines Bullitreffen statt!
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Campingplatz „Am Schaproder Bodden“

Wie vielleicht einige von euch wissen mussten wir am Anfang, aufgrund unserer Probleme mit dem Laderegler für die Solaranlage und dem damaligen Kühlschrank, öfter als geplant Halt auf dem Campingplatz machen.

Bei dem zweiten Stopp an Tag 8 wollten wir unsere Unterkunft mit der Überfahrt nach Hiddensee verbinden und haben uns somit für das kleine Örtchen Schaprode entschieden. Von dort aus fährt die Fähre regelmäßig Richtung Insel.

Da wir an diesem Tag sehr lange gefahren sind und wir beide die Nase voll hatten sind wir auf dem Campingplatz „Am Schaproder Bodden“ gelandet.

Zum Platz selbst:

An sich ein total schöner Campingplatz. Sehr weitläufig und eingeteilt in einzelne Campingzonen. Mein persönlicher erster Eindruck war jedoch einfach nicht überzeugend. Es ist halt ein typischer Stammcamper Campingplatz. Und dementsprechend etwas, dass wir nur im absoluten Ausnahmefall wieder besuchen werden. Die Camper waren sehr reserviert, jeder für sich und dementsprechend ein eher angespanntes Zusammenleben, vor allem bzgl der Leinenpflicht auf dem Platz. “ Guten Tag“ und „wenn ich Euch einen Rat geben darf“, gab es leider nicht – selbst auf dem Weg von der Toilette zum Van wurden wir leider sehr unhöflich von der Seite angemotzt.

Kosten:

Typisch Touristencamping. Für die Sauberkeit im Sanitärbereich und der Top Lage am Schaproder Bodden absolut gerechtfertigt. Für uns allerdings einfach zu hoch.

Sanitäranlagen:

Auf jeden Fall ausreichend. Zwei etwas längliche Gebäude für Damen und Herren. Für die Duschen benötigt man Duschmarken. Hiermit kann man für 1€ vier Minuten lang duschen. Ich weis, das Prinzip ist kostensparend und ökonomisch, aber das entspannende Duscherlebnis gönnt man sich damit eher selten, da man ständig die Uhr im Hinterkopf ticken hört.

Letztlich würde ich es als einfache Sanitäranlage bezeichnen. Ohne großen Schnick Schnack, Dusche, WC, Spülbecken und Waschmaschinen – alles vorhanden.

Lage:

Wie schon erwähnt befindet sich der Campingplatz direkt im Ortskern, in der Nähe des Hafens und gegenüber des Boddens. Alles ist zu Fuß wunderbar zu erreichen und falls man Hiddensee besuchen möchte, hat man die Möglichkeit mit der Fähre oder dem Wasser Taxi dorthin zu fahren.

Aber: Einen Hundestrand gibt es dort nicht! Zu diesem Zeitpunkt ist aufgrund der damaligen Ereignisse auch der Artikel „Mein Hund muss in die Handtasche“ entstanden. Der gesamte Seebereich ist mit Hundeverbotsschildern gekennzeichnet.

In der Regel sagt niemand was, aber das ein oder andere spannende Gespräch darüber warum es eine Frechheit wäre das wir mit dem Hund am Bodden spazieren gehen wurde uns dann doch gegönnt.

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Fazit:

Der Campingplatz „Am Schaproder Bodden“ ist ein sehr schöner Familien-, und Langzeitcamperplatz der alles bietet, vom Restaurant bis hin zur wunderschönen Lage, was das Camperherz sich wünscht.

Für ein Vanlife Pärchen wie wir es sind ist es irgendwie nicht ganz das Optimale. Uns fehlte ein wenig die Offenheit und Toleranz der Nachbarn sowie die Möglichkeit mit dem Hund ohne Verbot den Strand zu besuchen. Außerdem waren die Preise für unsren Reisestil einfach zu hoch.

Lost Place I – Auf den Spuren der Vergangenheit

Wer Basti und mich kennt weiß, dass wir selten auf den Wegen unterwegs sind, die von Touristen und Menschenmassen bevorzugt werden.

Daher ist es kaum verwunderlich, dass wir einen absoluten Fable für alte Gebäude, Herren-, oder Gutshäuser, abgelegene Waldwege etc. haben…

Nicht immer fallen einem diese Gebäude direkt ins Auge aber bei dem Objekt, dass uns vor ein paar Tagen unseren Weg kreuzte, mussten wir einfach wieder umdrehen.

Seht selbst:

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Soweit wir wissen handelt es sich hierbei um eine ehemalige Pflegeanstalt. Im großen und ganzen ein einfacher Bau – mit einem faszienierenden Herzstück: Die Treppe.

Daher auch die vielen Bilder von diesem Schmuckstück. Verhältnismäßig gut erhalten führt sie fast majestätisch bis ins Obergeschoss und scheint dem Bau Halt und Sicherheit zu verleihen.

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Campingplatz „Am See“ in Neppermin

Der erste Campingplatz den wir auf der Reise angesteuert haben war der kleine und etwas versteckte Platz in der Nähe des Nepperminer Sees.

Im Internet gab es die ein oder andere „Doppelung“ bei der Google Suche bezüglich der Adresse des Platzes, aber letztendlich haben wir unseren Weg dann doch noch gefunden.

Zum Platz selbst:

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Der Platz ist nicht groß und somit wirklich gemütlich und familiär gehalten. Sobald man auf den kleinen Vorhof fährt findet man direkt rechts die Entsorgungsstationen, ein Stück weiter die Sanitäranlagen. Auf der linken Seite befindet sich Stellplätze für ca. 50 Wohnmobile.

Kosten:

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Absolut im Rahmen. Da wir versuchen so oft wie möglich autark zu stehen haben wir immer ein Auge darauf, dass wir nicht die Campinplätze ansteuern die in den üblichen, bis höheren Geldklassen spielen. Funktioniert nicht immer, aber hier in Neppermin sind die Preise absolut fair!

Sanitäranlagen:

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Ein ganz wichtiger Punkt für uns, denn in der Regel ist es der Einzige weshalb es uns auf den Campingplatz zieht: Eine schöne warme Dusche.

Dem Umfang der Stellplätze angepasst gibt es jeweils für Damen und Herren einen kombinierten WC, – und Dusch-, sowie einen Spül-, und Waschbereich. Allesamt sind ordentlich, sauber und gut gepflegt.

Die Lage:

Ganz in der Nähe gibt es, wie der Name schon verrät, den Nepperminer See. Eine kleine Bucht mit dem ein oder anderen Restaurant lädt dazu ein, sich zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen.

Ein ganz besonders schönes Naturspektakel lässt sich auf einer kleinen Halbinsel gegenüber des Campingplatzes beobachten, wie spät am Abend und zur Morgendämmerung eine kaum noch zählbare Menge an ( wir vermuten) Seemöwen ihr Konzert dort abhalten. Die komplette Insel sieht, von der Ferne aus betrachtet, aus wie mit einem weißen Flaum überzogen und die Geräuschekulisse ist atemberaubend.

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Wir waren natürlich nicht in der Hauptsaison zu Gast in Neppermin. Wir können uns gut vorstellen, dass es dort in der Hauptsaison sehr kuschelig werden kann.

Nicht zu vergessen:

Dem Hofcafe Tante Walli solltet ihr auf alle Fälle einen Besuch abstatten. Hier gibt es täglich handgefertigte Torten … diese Kreationen haben sich den Namen Foodporn auf alle Fälle verdient!

Sollte dir noch die ein oder andere Frage zu diesem Ort auf der Seele brennen – kontaktiere uns einfach! Wir freuen uns:-)

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Thiessow – Ein leichter Hauch Neuseeland

Von Mukran aus ging es für uns weiter gen Süden. Die letzten Tage auf der wunderschönen Insel Rügen stehen bevor.

Wo genau es hingeht wissen wir in der Regel erst wenn wir im Auto sitzen. Dieses Mal jedoch führt uns der Weg auf Empfehlung unserer Wohnmobilnachbarn aus Mukran relativ gezielt in Richtung Thiessow.

Thiessow liegt an einer der schönsten Spitzen Rügens.

Eigentlich hatten wir gehofft, autark stehen zu können. Das hat in diesem kleinen Örtchen aufgrund der strengen Naturschutzgebietregelungen und Übernachtungsverbote jedoch leider nicht funktioniert.

Alternativ dazu gab es dann einen kleinen Surfer Campingplatz direkt am Wasser, der wie erwartet etwas teuer, aber von der Lage wirklich klasse war. Das es jedoch nicht der Spot war den wir eigentlich finanziell und lagetechnisch gesucht haben sollten wir erst am nächsten Tag erfahren.

Schon von dort aus habe ich die „Berge“ zum Wandern und die Steilküsten zum Staunen entdeckt.

 

Somit stand das Fitnessprogramm für den nächsten Tag fest: Wandern!

Auch wenn es auf den Bildern nicht ansatzweise so idyllisch, steil und und wunderschön wirkt können wir euch sagen, dass es sich gelohnt hat die Schuhe zu schnüren und gut 20 km über Wald und Wiesen zu wandern. Überzeugt euch selbst 🙂

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Unseren eigentlich gesuchten Stellplatz haben wir dann letztendlich auch gefunden. Für quasi „fast geschenkt“ am Hafen in Gager. Kurz haben wir dort einen Halt eingelegt, in Ruhe Mittag gegessen und sind dann schweren Herzens weitergefahren…

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Fazit:

Falls ihr mal dort unten in der Ecke sein solltet – gönnt euch den Besuch. Der Aussichtspunkt an der Steilküste ist einfach atemberaubend und das Auf und Ab der Wiesen und Felder lässt einen frisch und munter werden. Ich stand wirklich viele Momente dem Atem beraubt dort und konnte die Szenerie einfach auf mich wirken lassen. Probiert es auf jeden Fall aus!

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Ein altbekanntes Problem – Alles gute zum Jahrestag!

Nach einer wunderschönen Zeit am Palmer Ort haben wir mal wieder unsere sieben Sachen gepackt und uns auf den Weg zu neuen Abenteuern gemacht.

Leider nur bedingt „im wahrsten Sinne des Wortes“.

Basti und ich haben uns auf einen wunderschönen Tag gefreut. Schließlich war es der 9.06.2018. Jahrestag 😀 Und daraus wollten wir etwas ganz besonderes machen.

Unser Tank schrie förmlich nach frischem Benzin, allerdings wurde uns bei den Spritpreisen von fast 1,60€ mehr als nur übel. Dementsprechend entschieden wir uns dafür zu warten bis wir Stralsund erreicht haben. Gesagt, getan, getankt – einkaufen gefahren, ins Auto gesetzt. Wagen springt an – Wagen säuft ab.

Nach dem ein oder anderen Start-, und Rettungsversuch hat Basti mir mitgeteilt das es anscheinend die Vergaserproblematik ist, die wir schon aus Anfangszeiten kannten.

Einfach erklärt: Dadurch das Broady als Feuerwehrauto öfter mal mit vollem Tank gestanden hat, konnte sich eine Art Schlick unten im Tank bilden. Schon Anfang des Jahres ist es uns passiert, dass wir den Tank so gut wie leer gefahren, frisches Benzin draufgefüllt haben und somit der ganze Mist von unten nach oben gewirbelt wurde und sich der Vergaser mit dem ganzen Dreck zugesetzt hat. Zudem ist dann auch noch eine Nadeldrüse im Vergaser verrutscht und schon hatten wir wieder den Salat.


Herzlichen Glückwunsch – zum Jahrestag 💐

ADAC wurde gerufen, helfen konnte er uns nicht wirklich. Der Abschleppdienst wurde bestellt um uns zur nächstgelegenen Werkstatt zu fahren.

Praktischerweise war es mal wieder Samstag, 17.30 Uhr und alle Werkstätten haben die Bordsteinkanten schon hochgeklappt.

Wir wissen selbst nicht uns folgende Sache passieren konnte, anscheinend waren wir beide ein bisschen durchgebrannt von den 40 Grad in der Sonne…

Wir wurden bei Iveco im Industriegebiet abgestellt 🙈

Wo übrigens die Security am Samstagabend alle Tore verschließt und erst am Montag wieder öffnet.

Somit verging unser Jahrestag auf dem Iveco Parkplatz tief im Industriegebiet.

Letztlich hat Basti unsere Broady alleine wieder ans Laufen bekommen. Somit konnten wir am Montag zu VW fahren, da Iveco uns natürlich nicht helfen konnte. Dort wurde nochmal drüber geschaut und die Zündung neu eingestellt.

Dafür noch einmal ein großes Dankeschön an das Autohaus Dürkop, die sich wirklich die Zeit für unser Problem genommen haben und einen netten Kollegen mit Fachwissen im Bezug auf alte Vergasermotoren im Haus hatten!

Falls ihr mal in der Ecke seit, und ihr ein Problem habt, können wir euch das Team von VW Dürkop nur empfehlen.

Vorerst fahren wir wieder. Aber eins halten wir fest. Wir werden regelmäßig und nicht mehr auf den letzten Drücker tanken!

Mahlzeit!

Ein Thema das man kurz und knapp anschneiden sollte ich: Wie füttere ich meinen Hund wenn ich mit dem Van unterwegs bin?

Kira wird, für gewöhnlich, gebarft. Schön frisch soll es sein und so natürlich wie möglich.

Da wir auf Reisen leider kein Tiefkühlfach haben mussten wir uns natürlich alternativ umschauen.

Trockenfutter kam für uns noch nie in Frage und wird es auch nie kommen. Bevor ich Teil der Familie Ulrich wurde bekam Kira ganz normal eine Dose gefüttert und war damit ganz glücklich.

Nachdem ich angefangen habe mich mit dem Thema Hundeernährung auseinanderzusetzen stand nach etwas längerer Zeit ein guter Fütterungsplan fest, der immer mal wieder von den Zeiten um ein paar Stunden hin und her geschoben wurde, damit wir sicher sein können, dass Kira die flexiblen Fressenszeiten gewöhnt bleibt.

In meiner Heimatstadt Hamm haben wir einen Markt mit einem Stand, den eine ältere Dame betreut, die selbsthergestelltes Barf und Trockenfleisch herstellt. Immer wenn ich zu Hause bin kaufe ich dort und bei time for dogs ein.

Da das ja nun alles nicht möglich ist, müssen wir uns immer in den Geschäften zurechtfinden die uns auf der Reise am häufigsten begegnen: Futterhaus und Fressnapf.

Ich persönlich finde mich eher im Futterhaus zurecht. Im Fressnapf ist mir die Auswahl zu eingegrenzt und Mainstream. Ich bin immer wieder auf der Suche nach kleinen Hundefachmärkten, habe leider bisher noch keinen gefunden. Denn dort bekommt man meiner Erfahrung nach qualitativ hochwertiges Futter und Trockenfleisch zu angemessenen Preisen.

Wie siehts also derzeit bei uns aus?

Morgens gibt es ein kleines Stück Hundewurst von der Firma „Fleischeslust“.

 

Gegen Mittag, je nach Tagesaktivität bekommt Kira ihre Haupmahlzeit. Damals Barf, heute „hochwertiges“ Dosenfutter, regelmäßig aufgepeppt mit Öl, Algenpulver und Gemüse.

 

 

Am Abend gibt es dann als Highlight des Tages noch eine Kleinigkeit zu knabbern – Trockenfleisch vom Pferd, Hasenohren oder andere Leckereien.

 

Natürlich bin ich eigentlich nur wirklich glücklich wenn ich meinen Hund ausgewogen barfen kann. Aber hier muss man dann auf der Reise Abstriche machen, solange es dem Hund gut geht. Und das geht es ihr … keine Frage 😉

 

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24/7 – Vanlife mit dem Partner

Wir leben zusammen – wir sind die besten Freunde – wir sind Partner – wir sind unsere Helden – wir sind Hundeeltern – wir sind Reisende die ihre Beziehung plötzlich ganz neu definieren müssen.

Denn eine Beziehung im Vanlife ist nicht mit einer „3 Zimmer Mietwohnung – Beziehung“ zu vergleichen.

Zu Anfang macht man sich wirklich kaum Gedanken darüber. Zu Anfang geht es wenn überhaupt um die grundlegenden Dinge: Wie gehe ich auf Toilette, wo schneide ich mir die Fußnägel und wo verstecke ich mich falls ich einen Futterflash bekomme.

Must Have 1: Toleranz

Du wirst an deinem Partner Verhaltensweisen kennenlernen von denen du vorher (manchmal glücklicherweise) gar nichts wusstest. Auf einmal fällt dir alles auf: Wieviel Kaffee er trinkt, was seine wirklichen Essgewohnheiten sind, wie sein Verdauungsrythmus gestrickt ist und wie oft er die Socken wechselt.

Die Liste ließe sich endlos weiterführen. Der springende Punkt ist und bleibt jedoch: Komm damit klar, und beginne in manchen Fällen einige Dinge einfach zu übersehen. Das mag für viele von uns einen unfassbaren Lernprozess ankurbeln, da wir immer wieder den Drang haben alles zu kommentieren und zu korrigieren, vor allem wenn man es nicht verstehen und ausstehen kann.

Aber: Entspann dich. Ruf dir immer wieder in Erinnerung, dass die Person die grade neben dir sitzt und dich zu Weißglut treibt die Person ist, mit der du die, möglicherweise, schönsten Momente deines Jahres erlebst.

Must Have 2: Die Fähigkeit zu Streiten

Streiten ist wichtig. Vor allem wenn man auf so engem Raum, so lange Zeit miteinander zusammenlebt muss sich das Gewitter ab und an entladen um danach den Sonnenschein zurück zu bringen.

Wichtig dabei: Seid fair und zeigt Verständnis. Hört zu und streitet in einer angemessenen Lautstärke. Mein Geheimtipp: Anfassen! Sobald ihr merkt es brodelt und ihr möchtet eurer Wut freien Lauf lassen, schnappt euch die Hand ( oder sonst was) von eurem Partner, schaut ihn an und legt los. Haltet die positive Verbindung während der heißen Phase – dann ebbt sie schneller wieder ab.

Kleiner Tipp: Falls ihr einen Hund mit auf Tour habt. Lasst ihm seinen Raum um sich während einer Auseinandersetzung zurückziehen zu können. Vor allem etwas sensiblere Vierbeiner vertragen es überhaupt nicht gut wenn sie mitten in der Gewitterwolke eingeschlossen sind.

Must Have 3: Teamwork und Routine

In einem kleinen Van lebt es sich nicht leicht. Wie zum Beispiel können noch nicht einmal aufrecht stehen, wenn der eine in der Küche abwäscht, kommt der andere ohne etwas quetschen nicht an ihm vorbei.

Dementsprechend ist eine Morgen – und Abendroutine unerlässlich um ein Chaos und damit wieder Streit zu provozieren. Ich muss zugeben – bei uns hat es sich noch lange nicht wie gewünscht eingependelt, aber es funktioniert. In der Früh: Kaffe machen, Zähne putzen, Steffi geht mit dem Hund, Basti baut das Bett um, Steffi räumt auf, Basti macht das Auto abfahrbereit. Dazu kommen ganz viele kleine Steps, die das ganze spannend mache: Erst wenn das Bett umgebaut ist kommt man an einen Teil der Kleidung, das Hundekörbchen muss unter das Bett, die Bettwäsche wieder nach vorne und das alles so, dass sich die 8 Füße nicht gegenseitig auf den Füßen rumtrampeln.

Am Abend dasselbe in grün 😉

Schön ist es wirklich wenn die Dinge einfach irgendwann passieren ohne das man noch großartig drüber reden muss und es wie Nut und Feder einfach ineinanderfällt.

Must Have 4: Raum geben

Das das im wahrsten Sinne des Wortes nur im seltensten Fall funktioniert ist klar. Aber Fakt ist: Jeder braucht mal seine 5 Minuten für sich. Jeder macht trotz gemeinsamen Vanlifes gerne die Dinge, die er halt gerne macht. Bei Basti ist es zum Beispiel im Ruhe den Tartort oder eine Doku schauen – manchmal auch einfach Schiffe oder Flugzeuge beobachten. Bei mir ist es lesen, mich mit dem Hund beschäftigen oder Freunden und Familie schreiben.

Dafür muss Zeit gefunden werden – sonst wird man launisch. Und dafür muss der Partner Verständis haben. Ob der eine bei guten Wetter nun draußen sitzt und der andere drinnen, der eine Kopfhörer beim Online streamen trägt oder der andere am Strand sitzt und liest. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Fazit:

Vanlife verändert.

Nicht nur einen selbst, sondern auch die Person mit der man reist und das, was man gemeinsam lebt. Flexibel, tolerant und aufmerksam sein ist so unfassbar wichtig, damit das Schönste was man sich im Leben wünschen kann nicht zerbricht.

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Prora – Die Ruinen fernab des Touristengebiets

Eigentlich wollten wir Prora nur kurz besuchen. Letztes Jahr gab es dort eine 2500m² große Bücherhalle, in der mehrere tausende Mängelexempläre zum Traumpreis verkauft wurden – natürlich mein absolutes „Must – do“ Ziel…

Leider gibt es diese Halle nicht mehr. Ich war ziemlich traurig, kurzer Zoff war vorprogrammiert, also mussten wir raus aus dem Auto und rein in die Welt.

Allerdings wollten wir uns nicht den Touri Strand in Prora anschauen, hier herrscht derzeit eine Großbaustelle und grundsätzlich sind uns die allgemein bekannten Pfade einfach zu öde.

Als wir am Parkplatz Ruinen vorbeigefahren sind hieß es:  umdrehen und anschauen.

Auf den ersten Blick ist der gesamte Bereich von einem großen Zaun umgeben. Nach ein paar hundert Metern durch den Wald findet man jedoch eine Stelle die es ermöglicht, ins innere der Ruinen vorzudringen.

Die Kulisse hat uns absolut geplättet. Bei den Ruinen handelt es sich um den Block 7, den die Russen direkt nach dem Krieg versucht haben zu sprengen. Hat leider nicht wie gewünscht funktionert, ein großer Teil steht noch und somit erzählt man sich, Prora sei unzerstörbar.

Schaut selbst wie mysteriös und besonders dieser Ort sein kann. Die Wände erzählen ihre ganz eigene Geschichte und den Schatten möchte man den Rücken nicht zuwenden…

 

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Einmal am Ende des gesamten Komplexes angekommen geht es quasi, nachdem man den fast versteckten Ausgang gefunden hat, fast fließend über in das Touri und Prora Neubaugebiet.

Dieser Tag war wieder ein Paradebeispiel dafür, warum wir Lost Places so faszieniernd finden. Vergangenheit und Gegenwart können so nah beieinander liegen. Das Geschehene wird nie in Vergessenheit geraten, aber auseinandersetzen möchten sich damit die wenigsten. Den Meisten ist die aufgehübschte Geschichte in Form von renovierten Hotels eigentlich viel lieber.

Schade finde ich, dass diese besonderen Plätze derart verschmutzt werden müssen. An solche Orte gehören keine Graffitis, kein Müll und keine weiteren Zerstörungsversuche. Wir sollten wesentlich mehr Respekt zeigen vor den „Geistern der Vergangenheit“ und wertschätzen, dass die Zeit überholt wurde.

 

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Mein Hund soll in die Handtasche

Wer kennt es nicht? Die menschlichen „Ungerechtigkeiten“ auf der gemeinsamen Reise mit dem Hund.

“ Hunde verboten“

“ Hunde stehen unter Leinenzwang“

die Liste kann man endlos lang weiterführen  – vor allem ins Absurde.

Heute war für uns mal wieder ein Tag der “ Hundeverbotssuperlative“. Aus diesem Grund konnte ich dem Drang nicht widerstehen und möchte das Thema gerne mit den Hundebesitzern und vor allem den “ hundelosen“ Lesern unter euch teilen und diskutieren.

Thema 1: Meine Leine ist mein bester Freund

Das in Deutschland ein Leinen“zwang“ herrscht ist nicht unbekannt. An diesem Punkt fängt es in meinem Kopf allerdings schon an zu rumoren: Warum soll es für meinen Hund ein „Zwang“ sein, mit mir gemeinsam an der Leine zu laufen? Natürlich ist es für jeden unserer Vierbeiner schöner frei durch die Gegend tollen zu dürfen, aber mit dem Wort „Leinenzwang“ wird meiner Meinung nach der Grundstein für ein missverständliches Zusammenleben von Hundehaltern und der hundefreien Zivilisation gelegt.

Thema 2: Mein Hund hat Strandverbot

Aktuell eines der Themen, das uns am häufigsten betrifft. Viele schöne Schilder mit unterschiedlichster Formulierung verbieten es uns, gemeinsam mit Kira an den Strand zu gehen.

Warum?

Da wir uns selbst auf diese Frage keine plausible Antwort geben können unterhalten wir uns regelmäßig ( und oft rein zufällig) mit Menschen, die diese Verbote als absolut notwendig empfinden.

  1. Mein Kind soll nicht im gleichen Wasser schwimmen wie der Hund.
  2. Wenn mein Kind den Hund streichelt beißt er doch!
  3. Der Hund macht alles dreckig und pinkelt ins Wasser!

Als erstes möchte ich sagen: Ja! Es gibt durchaus Tiere, bei denen all die oben aufgeführten Punkte durchaus gerechtfertigt sind. Leider liegt das Problem dann jedoch oft nicht beim Hund, sondern am Herrchen.

Nun aber zu dem Hund als Freund und Helfer, Familienmitglied und Kumpel: Mein Hund würde nicht im Traum darauf kommen im Wasser sein kleines oder großes Geschäft zu verrichten. Sie weiß wo ihr stilles Örtchen ist und für den Fall befindet sich in jeder unserer Taschen eine Tüte zum Entsorgen des Geschäfts.

Unsere Erfahrungen mit dem menschlichen Wesen umfassen hier schon eine ganz andere Knigge 😉

Mein Hund beißt nicht. Meinem Hund ist warm, er möchte spielen und ist warscheinlich mit vollem Fokus auf die Familie und das Spielzeug gerichtet. Wenn dann natürlich ein fremdes Kind angerannt kommt, quietscht und hektisch die Hand nach ihm ausstreckt um ordentlich den Kopf zu tätscheln kann ich es meinem Hund nicht verübeln wenn er mit seiner Körpersprache verdeutlicht: „Nein! Geh weg.“

Hier ist es meiner Meinung nach Pflicht der Eltern dem Kind rechtzeitig zu erklären wie es sich einem fremden Tier gegenüber zu verhalten hat.

Last but not least

Unser absolutes Highlight der letzten Wochen und dem heutigen Tag:

  1. „Wenn ihr euren Hund in einer Tasche tragt darf er mit ins Museum“ ( Ozeaneum Stralsund)
  2. “ Für die Überfahrt zur Insel kostet der Hund 9,50€, wenn ihr ihn in der Tasche tragt kann er umsonst mit“ ( Überfahrt Hiddensee)

Entschuldigung? Je öfter ich darüber nachdenke desdo mehr fehlen mir dafür die Worte. Mein Hund hat doch 4 wunderschöne Beine zum laufen, klaut in der Regel niemandem den Sitzplatz und verteilt noch nicht einmal seine Bakterien auf der Toilette. Was wünscht man sich mehr?

Je nach Lust und Laune werden wir morgen versuchen auf charmante und ethisch vertretbare Art und Weise Kira für die Überfahrt nach Hiddensee auf dem Boot wie eine Prinzessin eingehüllt in einem Kokon aus Beuteln zu tragen. Wir berichten davon 😉

Ich freue mich auf eure Kommentare zu den Thema.

Wir sind absolut dankbar für jeden Gedankenaustausch, da uns dieses Thema einfach tagtäglich begleitet und unseren Horizont zu oft einfach zu weit übersteigt.

 

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Peenemünde – eine Reise in die historische Vergangenheit

Unterwegs in Peenemünde war eines unserer Ziele natürlich das historisch – technische Museum.

Ehemalig als Heeresversuchsanstalt für Raketentechnik gebaut kann man sich heute als Gast über die in den 1936 – 1945 entstandene Raketentechnik und deren Geschichte informieren.

Auf dem Außengelände sind je eine A4 auch bekannt als Vergeltungswaffe 2 (V2) und eine Fieseler Fi 103 (V1) ausgestellt.

Das Museum im ehemaligen Kraftwerkgebäude zeigt jedoch  nur einen ganz kleinen Teil der eigentlichen Heeresversuchsanstalt.

Den eigentlich (für uns) wirklich spannenden Teil haben wir nämlich erst bei Einbruch der Dämmerung erforscht.

Am Strand entlang und ein ganzes Stück tief im Wald hinter dem Naturschutzgebiet Kienhagen findet man einen großen verlassenen Teil der restlichen Heeresversuchsanstalt angefangen mit der Startstelle Strand über die Produktionstellen bishin zu den Arbeiterunterkünften ( u.a. von Wernher von Braun – Zitat Basti:“ Der deutsche Raketentechniker überhaupt“)

Wo mich persönlich der erste Teil unseres Ausfluges eher weniger beflügelt hat wurde mein Interesse am Abend um einiges gesteigert. Erschreckend und faszinierend zugleich ist es zu sehen was hier damals durch Menschenhand enstanden und vernichtet wurde.

Da das Gebiet wirklich groß und umfassend ist konnten wir nicht alles entdecken, denn je dunkler es wurde desdo stärker bekamen wir das Gefühl das man von den  Schatten der Vergangenheit umkreist wurde.

Denn um die Produktion zu steigern hat Heinrich Himler ( Reichsführer der SS) ,wie derzeit üblich, ca 3000 Zwangsarbeitern auf seinem Gelände beschäftigt. Und das der Tod in der damaligen Zeit nicht fern von Führungspositionen und leitenden Persönlichkeiten zu finden war ist uns allen kein Geheimnis.

Je mehr man sich mit der Geschichte befasst und sie auch, fernab der Touristenwege, auf eigenen Wegen entdecken kann, desdo absurder und leider auch faszinierender wird das, was damals in unserem Land passiert ist.

Auch wenn man es damals im Geschichtsunterricht absolut öde fand muss ich mittlerweile sagen, dass ich mich ärgere damals nicht aufgepasst zu haben. Desdo mehr genieße ich die Erkundungstouren mit Kira und Basti jenseits der üblichen Pfade!